Krassgrün - Ugandische Gastbetriebe

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Gastbetriebe

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Hier haben unsere Praktikantinnen für uns ihre "Hostfarms" portraitiert.

Es gibt Mangos, Erdnüsse und Ziegen - Videos, Fotos und Text.

 

Aber seht selbst:

Die geografische Lage unserer ugandischen Gastbetriebe


Avail Fruits of Faith Farm

Brigitte Basedau hat hier für uns ihre „Hostfarm“ portraitiert

Auf einer Fläche von 4 Acre – das sind 1,6 Hektar – wird hier ein innovatives Projekt unterstützt, nämlich das Projekt der AVAIL Group, die sich zum Ziel gesetzt hat, Kleinlandwirte und urbane Farmer mit Wissen zu versorgen, damit diese auf ihrem Land mehr und besser lernen zu wirtschaften, um damit sich und ihre Familien zuverlässiger versorgen zu können.

 

Die Fruits of Faith Farm dient der AVAIL Group als “demonstration garden“. Hier werden Trainings durchgeführt, es gibt Greenhouses, Beete mit den unterschiedlichsten Gemüsesorten, Bananenplantagen, Kaffeesträucher und einen kleinen Schweinestall. Außerdem befindet sich auf dem Gelände noch ein Café, welches genutzt wird, wenn Trainings auf der Farm stattfinden.

 

 

Bei einer Besichtigung der sehr modernen NXGen Farm in Mukono; von links nach rechts: Remko (ein Praktikant von Holland Green Tech), Norbert van der Straaten (der Gründer von Holland Green Tech), Victoria Nakygaba (Leiterin Holland Green Tech Uganda), Ich (Brigitte), Akim (Chief agronomist at NXGen Farm), Joseph Male
Hier arbeite ich zusammen mit Kenneth Mugabi, dem Farm Coordinator, in unserem Greeenhouse.

Die AVAIL Group (avail bedeutet übrigens so etwas wie nützlich und hilfreich) arbeitet in vier unterschiedlichen Bereichen:

 

  1. der Fruits of Faith Farm mit dem Garden Café, Greenhouses und Saatvermehrung
  2. dem Verkauf von Farm-Ausstattung und Produkten wie Saat und Setzlingen
  3. dem CRS-Program, mit dem sie Frauen und junge Menschen in der Ausübung der Landwirtschaft unterstützen
  4. als professionelle Beratungsgesellschaft für große landwirtschaftliche Betriebe und StartUps, die ihr Potenzial voll ausschöpfen wollen.

Mein Host Joseph Male ist der Kopf der AVAIL Group und hat diese zusammen mit zwei Freunden im Jahr 2013 gegründet. Angefangen haben sie –  wie er immer betont – mit einem Stück Land und einer Hacke. Joseph Male, der sich selbst Joe Farmer nennt, denn er ist stolz darauf, ein Farmer zu sein, habe ich schon am Tag unserer Ankunft in Uganda kennengelernt. Joe ist ein Agripreneur und ziemlich bekannt in seinem Land. Joe hat Agrarwissenschaften an der Makere University studiert, ist 34 Jahre alt und hatte die Chance mit seiner japanischen Frau nach Japan auszuwandern, aber das wollte er nicht. Mit allem, was er tut, versucht er, die Armut in Uganda etwas zu lindern. Joseph arbeitet für seine eigene Firma, jedoch zusätzlich noch für Holland Green Tech, ein Start-up eines holländischen Unternehmers, das bereits in über 10 afrikanischen Ländern aktiv ist. Holland Green Tech Uganda verkauft Greenhouses, Bewässerungssysteme und niederländisches Saatgut. Joseph besetzt in diesem Unternehmen die Position des Chief of Consultancy.

 

Zur Homepage der Fruits of Faith Farm geht es hier.

 

 

Die Birinzi Farm

November 2019 - von Daniela Mayer

Ich bin Daniela, eine von den 4 Mädls, die nach Uganda für den Praktikumsaustausch gereist ist. Heute stelle ich euch meine Farm vor, auf der ich die nächsten zweieinhalb Monate lebe und arbeite.

Der Name des Betriebs ist „Birinzi Farm“, diese liegt am See Birinzi etwa 18 km von Masaka entfernt. Die Farm gehört zur Namakwaland Farm, welche einem südafrikanischen Unternehmer gehört. Es wird nach dem Prinzip „Aufbau einer Infrastruktur“ gearbeitet. Dies ermöglicht zum einen eine Effizienz in der Wertschöpfungskette, zum anderen eine Erleichterung der Marktdurchdringung zur Unterstützung der kleinen Landwirte in der Umgebung.

 

Der Manager und der Eigentümer stammen aus Südafrika. Es sind etwa 5 Arbeitskräfte permanent auf der Farm beschäftigt um Aufgaben wie Planung, Bürotätigkeiten oder Traktorfahren zu übernehmen. Während der Erntezeit werden noch rund 60 einheimische Arbeitskräfte zusätzlich beschäftigt.

Zum Betrieb gehören neben einem Lager für die Produktion noch eine Maschinenhalle und ein gut ausgestatteter Fuhrpark, Büros, eine Wasserfilteranlage sowie das Haus des Managers.

Es wird eine Fläche von 160 ha bewirtschaftet, welche zum größten Teil mit dem Wasser des Sees bewässert werden kann. Dafür gibt es hier auf der Farm ein schwenkbares Bewässerungssystem (eines der wenigen in Uganda). Vor einigen Jahren wurden hauptsächlich Kartoffeln angebaut, diese Produktion wurde allerdings fast eingestellt. Der Betrieb konzentriert sich jetzt vor allem auf die Produktion von Erdnüssen für den Export, Tomaten für den lokalen Markt sowie Bohnen und Mais. Ein Teil der Fläche kann nicht bewirtschaftet werden.

Die Katigondo Seminary Farm

ein Farmportrait von Lora Lehrach

Die "Katigondo Seminary Farm" befindet sich im Distrikt Kalungu. Von hier aus hat man einen traumhaften Blick über die weitläufigen Feuchtgebiete, die nur schwer zu bewirtschaften sind.

Vor einer Woche wurde ich sehr herzlich auf der Katigondo Seminary Farm in der Nähe von Masaka empfangen und werde die nächsten Monate hier verbringen. Besonders freue ich mich darüber, dass es sich um einen Mischbetrieb handelt und die Aufgabenbereiche sehr vielfältig sind. Was ist spannender als zu erfahren und zu verstehen, wie die einzelnen Bereiche miteinander verknüpft sind und wie die Farm als Ganzes funktioniert?

 

 

Die Farm befindet sich auf dem Gelände des Priesterseminars "Katigondo National Major Seminary". Das bedeutet, dass hier neben den LandwirtInnen auch 230 Studenten plus deren Professoren leben, die zum Priester ausgebildet und hauptsächlich durch die eigenen Produkte versorgt werden. Überschüsse werden auf lokalen und internationalen Märkten verkauft.

 

Umgeben ist die Farm von weitläufigen Bananenplantagen, wo verschiedene Arten von Bananen angebaut werden: Plantain (die als Matooke bekannte Kochbanane, die hier zu fast jeder Mahlzeit gegessen wird), sehr kleine, süße Bananen und andere wie zum Beispiel die Bogoya. In einer Baumschule werden Jungpflanzen gezüchtet und Samen für den Eigenbedarf sowie die lokale Gemeinschaft gewonnen.

Des Weiteren werden Tomaten, Bohnen, Wassermelonen, Kaffee, Auberginen, Kohl … und Mais angebaut. Letzterer wird sowohl als Futter, als auch zur Weiterverarbeitung zu Mehl verwendet. Generell wird ein Großteil des Futters selbst hergestellt und dafür zum Beispiel proteinreiches Gras für die Milchkühe angepflanzt.

Vom hofeigenen Futter profitieren die Schweine, Hühner und Kühe, die hier gehalten, geschlachtet und gezüchtet werden – wieder für den Eigenbedarf und zum Verkauf. Ihr Mist wird wiederum zur Düngung der Bananenplantagen oder in einer Biogasanlage eingesetzt, deren Energie direkt in die Küche geleitet und zum Kochen genutzt wird.

 

Ich freue mich sehr und bin dankbar, von der langjährigen Erfahrung und dem Wissen der FarmerInnen lernen zu können. Schon jetzt wurden mir mit viel Geduld zahlreiche Zusammenhänge erklärt und es ist inspirierend, sich immer wieder über die eigenen (Arbeits-) Gewohnheiten auszutauschen.

 

 

In der Baumschule haben wir junge Bananenpalmen in kleine Töpfe gepflanzt, wo sie für die nächsten Wochen weiter gedeihen und wachsen sollen.
Zwischen den Bananenpalmen wurden Wassermelonen angepflanzt, die mit viel Zeitaufwand vom Unkraut befreit werden müssen. Die ersten Wassermelonen sind schon reif und schmecken sehr süß und saftig!
In diesen Hühnerställen finden bis zu über 3000 Hühner Platz. Gehalten werden verschiedene Rassen, abhängig davon, ob sie der Ei- oder Fleischproduktion dienen.

Die Orchids House Farm

Die Demonstrationsfarm liegt etwa 150 km nördlich von der Hauptstadt Kampala. Gegründet vor 12 Jahren, beschäftigt die Farm heute 50 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

 

Die Farm umfasst etwa 100 Hektar. Neben dem Mangoanbau liegt der Schwerpunkt auf der Rinderzucht sowie Schafts- und Ziegenhaltung.

Mehr als 400 Ziegen haben ihr zu Hause auf der Orchids House Farm. Tagsüber haben die Tiere freien Auslauf, abends kommen sie jedoch zurück in den Stall.

 

Trotz des semi-ariden Klimas, stehen auf der Farm mehr als 42.000 Mangobäume unterschiedlichster Sorten. Vermarktet wird fast alles in den großen Supermarktketten in Kampala. In den Gewächshäusern wachsen u.a. Tomaten, Kräuter und Gewürze, Sellerie und Peperoni. Bewirtschaftet werden diese von speziell ausgebildeten Mitarbeitern.