Krassgrün - IYFEP und Corona. Was nun?

Afrika-Blog

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IYFEP und Corona. Was nun?

IYFEP und Corona. Was nun?

Auswirkungen und Herausforderungen der aktuellen Situation / Effects and Challenges of the Current Situation

Lest hier, wie es unsern Partnern in Uganda zur Zeit ergeht, mit welchen Herausforderungen die ugandische Landwirtschaft zu kämpfen hat, was unsere ehemaligen Praktikanten jetzt tun können um die Lage in ihrem Land zu verbessern, aber auch, wie die Folgen von Corona unsere deutschen Gastbetriebe treffen.

Read here how our partners in Uganda are doing at the moment, what challenges Ugandan agriculture is facing, what our former trainees can now do to improve the situation in their country, but also how the consequences of Corona affect our German host farms.

News zur aktuellen Situation in Uganda

31. März 2020

Nun ist es soweit: seit Anfang letzter Woche steht auch Uganda im Zeichen der Corona-Pandemie.

Lange Zeit konnte sich das kleine Land mit seinen knapp 35 Mio. Einwohnern tapfer gegen den wachsenden Infektionsdruck der Nachbarländer wehren. Doch seit dem 22.03.2020 wurden bis zum heutigen Tag laut des ugandischen Gesundheitsministeriums 33 Coronafälle gemeldet. 532 Verdachtsfälle wurden bereits getestet, 222 erwiesen sich als COVID19 - negativ.

Bereits zu Beginn der rasanten, weltweiten Verbreitung Anfang März stellte die ugandische Regierung Einreisende aus Risikogebieten (in diesem Fall auch Deutschland) unter eine 14-tägige Quarantäne, obwohl zu diesem Zeitpunkt in nur wenigen afrikanischen Ländern die Viruserkrankung festgestellt worden war.

Für unseren deutsch-ugandischen Austausch (IYFEP) hieß es jedoch schon Mitte März, aufgrund der globalen Entwicklung, konsequenterweise: verschieben!

Verschieben auf einen Zeitpunkt an welchem sich die Lage beruhigt hat und die Beschränkungen aufgehoben sind.

Denn momentan steht auch das Leben in Uganda auf dem Kopf. Unser Partner UNYFA berichtet, dass sie seit Anfang letzter Woche ihr Büro vorübergehend schließen und der komplette öffentliche Nahverkehr für 14 Tage eingestellt wurde. Sogar die regionale Fortbewegung mit privaten Verkehrsmitteln wurde laut unserem Partner untersagt. Alles für den Schutz der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit.

Die Herausforderung ist nun, Home-Office für die Mitarbeiter vor Ort einzurichten. Bei einigen reicht die Internetverbindung am Wohnort nicht aus, andere besitzen keinen Dienstlaptop. Hört sich irgendwie vertraut an, oder ;) ?

Doch COVID-19 ist nicht die einzige Bedrohung, die den ugandischen Landwirten Sorge bereitet.

Anfang März rief Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, noch „(...) zu einer verstärkten Anstrengung zur Bekämpfung der Heuschreckenplage (…)“ in Ostafrika auf, da hier Schwarmgrößen von 150 Mio. Tieren die Nahrungsgrundlage von 2500 Menschen innerhalb weniger Stunden vernichten. Auch Uganda ist seit Februar von dieser Insekteninvasion betroffen, die Heuschrecken kamen unaufhaltsam über die kenianische Grenze und fressen nun auf ihrem "Raubzug" Ernte und Futter der Nutztiere. Es handelt sich um eine der größten Plagen seit den 70´er Jahren. Bei so einer existentiellen Gefahr der Ernährungssicherheit im Land kann der Virus zum entscheidenden Zünglein an der Waage werden!

Wir alle hoffen inständig, dass sich die Situation in jeglicher Hinsicht so schnell wie möglich normalisiert!

Um die Landwirtschaft vor Ort unterstützen zu können, den ländlichen Raum zu fördern und die Situation der Jungbauern zu verbessern, wollen wir unser Austauschprojekt sobald wie möglich wieder starten.

Deshalb freuen wir uns über jede Bewerbung die wir für IYFEP und alle anderen Austauschprogramme bekommen. Denn es wird eine Post-Coronazeit kommen.

 

Wir gehen davon aus, dass unsere nächste Runde am 29. Juli 2020 in alter Frische wieder an den Start geht!

 

Bis dahin! Bleibt gesund! 

 

Eure Schorlemer Stiftung