Krassgrün - Hanna Oswald

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Hanna Oswald

Hanna Oswald

Wer bist du?
 

Ich bin Hanna und 15 Jahre alt. Ich komme aus dem schönen Rheinhessen. Nach der Schule möchte ich eine Ausbildung zur Winzerin starten.

 

 

 

Was interessiert dich an deiner Ausbildung?
 

Ich möchte Winzerin lernen, weil ich von klein auf in unserem Betrieb schon immer fasziniert vom Weinbau bin.

 

Was machst du, wenn es nicht um Wein geht?
 

Außer dem Weinbau und Ackerbau gibt es in meinem Leben noch das Tanzen und ich treffe mich gerne mit meinen Freunden.

 

Welches Ziel hast du für später in deinem Leben?
 

Später möchte ich einmal meinen eigenen Wein in der Hand halten und sagen können „Das habe ich gemacht!“

#Blog 77

Weinbau und Wasser

Bei uns im Betrieb geht es in den letzten Wochen richtig rund, denn um diese Jahreszeit stehen viele Arbeiten im Weinbau sowie im Ackerbau an. In den Weinbergen sind wir fleißig unterwegs und erledigen die anstehenden Laubarbeiten mit verschiedenen Maßnahmen greifen wir in den Verlauf der Vegetationsperiode ordnend in den Wuchs der Sommertriebe ein.

 

Welche Maßnahmen sind das und was bedeuten diese?

 

  • Ausbrechen heißt, dass Triebe am Holzstamm, an denen keine Trauben wachsen oder Doppeltriebe, entfernt werden.
     
  • Mulchen heißt, dass die Begrünung zwischen den Reihen „gemäht“ wird.
     
  • Heften heißt, dass die Triebe in den Drahtrahm mit den Drähten eingehängt werden, so dass sie gerade hoch wachsen können
     
  • Laubschneiden heißt, dass die Triebe abgeschnitten werden und nicht drüber hinauswachsen können
     
  • Entlauben heißt, dass die Blätter, die die Trauben verdecken, weg gesaugt werden und somit die Trauben Sonnenlicht erhalten und mehr Luft bekommen.
     
  • Spritzen heißt, dass die benötigen Pflanzenschutzmittel aufgebracht werden.

Soviel zu den anstehenden Laubarbeiten bei uns in den Weinbergen.

 

Natürlich geht es nicht nur im Weinbau rund, sondern auch im Ackerbau. Wir haben die letzten Vorbereitungen für die Getreideernte getätigt. Nach langem Warten durch das Wetter konnten wir die ersten drei Äcker mähen. Die Feuchte war besser als gedacht – trotz des vielen Regens. Wir sind jetzt fleißig am Dreschen und warten auf besseres Wetter. Denn das Wetter ist dieses Jahr ganz anders…

 

Im letzten Jahr war es um diese Zeit sehr trocken und wir mussten mit den Beregnungen unsere Flächen nass halten, damit wir überhaupt etwas einfahren konnten. Aber dieses Jahr hat sich alles gedreht.

 

Wir hatten jetzt schon sehr viel Niederschlag und mittlerweile sind wir an dem Punkt, wo es zu viel Wasser für das Getreide ist. Wir haben Bedenken, das uns der Niederschlag die Ernte ruiniert. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt!

 

Eure Hanna

#Blog 72

Düngen im Weinberg

Bei uns im Betrieb war in der letzten Woche viel los in den Weinbergen. Wir haben u.a. Dünger für die Weinreben gestreut. Die Düngung der Reben richtet sich nach dem Nährstoffentzug durch die abgeführten Trauben, da das Rebholz und das Reblaub meistens im Weinberg verbleibt. Damit geben wir den Reben Energie und Kraft, um den Wachstum zu verbessern. Da der Nährstoffentzug und der Dünger jedes Jahr unterschiedlich ist, mussten wir erst einmal den Düngerstreuer neu einstellen. So können wir genau eine gewisse Menge pro Hektar streuen.

In unserem Betrieb verwenden wir einen Mischdünger, das heißt es kommen verschiedene Düngestoffe zusammen. Jedes Düngerkörnchen hat seine Aufgabe. Ein Düngerbestandteil sorgt z.B. für die Zelldehnung der Pflanze und die Entwicklung der Blätter, was für den Wachstum wichtig ist. Den Stickstoffdünger nennt man Kalkammon, der das Pflanzenwachstum anregt. Dazu kommen noch andere verschiedene Dünger, z.B. Phosphat-, Kali- und Magnesiumdüngung hinzu, je nachdem, was der Boden braucht. Das haben wir vorher mit einer Bodenuntersuchung ermittelt.

Bei der Ausbringung geht der Dünger auf direktem Weg zum Boden. Das ist etwas anders als im Ackerbau, wo der Düngerstreuer weiter ausschert. Im Weinbau bringt der Düngerstreuer den Dünger durch Bleche direkt auf den Boden an die Stöcke.

 

Im Endergebnis seht ihr, dass der Dünger direkt auf der Oberfläche liegt und mit dem nächsten Regen nach unten gespült und somit die Weinreben ihre Nährstoffe aufnehmen können.

 

Grundsätzlich gilt, dass Rebstöcke nicht gefräßig sind, sondern etwas Stress schätzen und so einen guten Jahrgang produzieren.

 

Eure Hanna