Krassgrün - Maja Rüttiger

Azubi-Blogger

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Maja Rüttiger

Maja Rüttiger

Wer bist du?

Mein Name ist Maja Rüttiger, ich bin 18 Jahre alt und komme aus der bayrischen Rhön. Nachdem ich im Juni 2021 mein Fachabitur mit dem Schwerpunkt Landwirtschaft an der FOS Triesdorf gemacht habe, studiere ich seit Oktober 2021 an der HSWT Landwirtschaft. Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf ist eine Fachhochschule. Der Studiengang Landwirtschaft dauert 3,5 Jahre, wobei ein Semester ein Praxissemester ist.

 

Was ist das Schönste an deiner Ausbildung?

Für mich ist das Schönste am Beruf Landwirt die Arbeit draußen, der Umgang mit den Tieren und jeden Tag zu wissen, dass man am Ende etwas Sinnvolles getan hat.

 

Was machst du, wenn es nicht um Landwirtschaft geht?

Neben der Landwirtschaft ist die Jagd und das Reiten meine große Leidenschaft. Im August 2021 habe ich deshalb auch meinen Jagdschein gemacht.

 

Welches Ziel hast du für später in deinem Leben?

Mein großer Wunsch ist irgendwann mal einen eigenen Betrieb zu haben und so meiner Leidenschaft, der Landwirtschaft, nachzugehen. Bisher arbeite ich am Wochenende nebenbei auf einem kleinen Hof mit, dort gibt es Schweine und Pferde.

 

#Blog 81

Manchmal kommt doch alles ein bisschen anders…

In letzter Zeit war einiges los bei mir: Angefangen mit dem Bestehen meines Fachabitur, einer sehr schöne Zeugnisübergabe, habe ich meine Pläne über Bord geworfen und ganz nebenbei noch meinen Jagdschein gemacht. Aber eins nach dem anderen…

 

Im letzten Blog habe ich euch von meinen Abi Klausuren berichtet. Dann hieß es einen Monat auf die Ergebnisse warten. Ich sag euch, so ein Monat hat mehr als vier Wochen…aber letztendlich ist alles gut gegangen und wir konnten, trotz Corona, eine schöne Zeugnisübergabe veranstalten.

Ich hatte euch schon berichtet, dass ich mir in den letzten Monaten viel Gedanken darüber gemacht habe, wie es nach meinem Abi eigentlich weiter gehen soll. Ich wollte noch ein Jahr dranhängen, meine allgemeine Hochschulreife ablegen und dann zum Studieren nach Kiel gehen.

 

Den Plan finde ich nach wie vor gut, aber in den letzten Monaten ist so viel passiert, dass ich jetzt einen neuen Plan habe. Im April hatte ich Corona, habe auch einiges in der Schule verpasst, was mich so kurz vor dem Abi ziemlich unter Druck gesetzt hat. Meine Motivation für Schule war im Keller und ich zweifelte an einem weiteren Jahr und der allgemeinen Hochschulreife.

Deshalb habe ich mich jetzt entschieden, ab Oktober an der HSWT (Hochschule Weihenstephan-Triesdorf) ein Landwirtschaftsstudium zu beginnen. Der Bachelor-Studiengang dauert 7 Semester, wobei das 5. Semester ein Praxissemester ist. Danach kann man sich Bachelor of Science nennen;-). Das war keine ganz leichte Entscheidung, aber jetzt bin ich zufrieden mit meiner Entscheidung.

 

Im August ging es dann weiter für mich mit meinem Jagdschein. Das war schon ein langer Traum von mir und ich habe einen Vorbereitungskurs in Niedersachsen belegt. Der Kurs dauerte 16 Tage und es war ziemlich anstrengend, mit langen Tagen, aber es hat sich gelohnt! Im Kurs waren 21 Teilnehmer, davon 7 Mädels. Am Ende war es ein super Gefühl, seinen Jägerbrief überreicht zu bekommen.

Jetzt entspanne ich mich noch ein bisschen bis im Oktober das Studium losgeht. Ich werde berichten :).

 

Bis Bald!

 

Eure Maja

#Blog 75

Abi und dann?

Aktuell ist es bei mir etwas ruhiger. Vor ein paar Wochen habe ich meine Abiturklausuren geschrieben und warte nun auf meine Ergebnisse. Meine Abi-Fächer waren Mathe, Deutsch, Englisch und Biologie. Die Wochen vor dem Abitur habe ich die meiste Zeit am Schreibtisch verbracht.

 

Wie das Abi gelaufen ist? Keine Ahnung, je mehr Gedanken man sich darüber macht, um so unsicherer wird man. Naja, ich hoffe einfach mal das Beste.

Da es vier Wochen dauert, bis man seine Noten bekommt, habe ich aktuell ein bisschen Zeit. Letzte Woche war ich z.B. im Urlaub auf Rügen. Die landwirtschaftlichen Strukturen dort sind der komplette Gegensatz zu uns hier in Bayern.

Diesen Sommer steht noch einiges an, was aber nur indirekt mit Landwirtschaft zu tun hat.

 

Im August möchte ich meinen Jagdschein machen. Ein Sache, die schon ziemlich lange auf meiner To Do-Liste steht. Ich bin schon ziemlich gespannt, wie das so wird und ob ich es schaffe. Nicht zu unrecht wird der Jagdschein ja auch Grünes Abitur genannt. Deshalb habe ich direkt nach dem Abi angefangen zu Lernen.

 

Ich halte euch auf dem Laufenden, wie das mit dem Jagdschein ausgeht,

 

Eure Maja

#Blog 69

Landwirtin aus Leidenschaft - mein neues Projekt

Trotz Corona ist in letzter Zeit ganz schön viel los bei mir. Ich durfte an einem coolen Projekt teilnehmen, habe viel in der Schule zu tun und nebenbei mache ich mir noch Gedanken über meine Zukunft.

 

Aber eins nach dem anderen.

 

Vor ein paar Wochen wurde ich angeschrieben und gefragt, ob ich bei einen neu gegründeten Onlineshop für Landwirte unterstützen und ein paar Fotos von Klamotten machen möchte. Ich war total überrascht, aber sofort begeistert, da die Sachen echt cool sind. Der neue Onlineshop von Hanna Steinle hat alles: Von Tassen über Decken bis hin zu Pullovern. Für Landwirte, Landwirtinnen, Dorfkinder und alle, die das Landleben lieben. Gerade in der heutigen Zeit, wo viele Menschen das Landleben nicht mehr kennen, ist es wichtig zu zeigen, wie toll das Landleben eigentlich ist und das tut Hanna mit viel Herzblut. Falls ihr mehr darüber wissen wollt, schaut gerne mal bei Hanna auf Instagram (@hannasteinle) oder in ihrem Onlineshop www.landliebeshop.de vorbei. Es lohnt sich

Außerdem sind es jetzt nur noch drei Monate bis zum Abitur. Kling erstmal lang, aber die Zeit vergeht wie im Flug. Momentan haben wir viele Klausuren und natürlich geht es auch in die Endphase der Abiturvorbereitung.

 

Parallel denke ich auch immer noch darüber nach, was ich eigentlich in der Zukunft machen will? Mein Plan zu studieren steht immer noch, aber was kommt danach? Ich finde, die Landwirtschaft wandelt sich enorm und ich frage mich, wie wird sich die gesamte Agrarbranche weiterentwickeln? Und welche Jobs wird es in Zukunft in der Landwirtschaft geben? Klar, bis zum Ende meines Studiums vergeht noch viel Zeit, aber trotzdem mache ich mir Gedanken, wie wir später in der Landwirtschaft arbeiten werden. Habt ihr auch solche Gedanken, dann schreibt mir doch mal!

 

Eure Maja

#Blog 67

Extreme Kälte und Zukunftspläne

Momentan haben auch wir mit den extremen Minusgraden zu kämpfen. Der Stall wurde so kältefest gemacht, dass wenigstens die Tränken nicht einfrieren. So geht es vielen Landwirten gerade, Stall eingeschneit, Milch wird nicht abgeholt und jeder versucht, sein Bestes für die Tiere zu geben. Wir wollen ja nicht meckern.

 

Obwohl durch Corona eigentlich so gut wie alles lahmgelegt wurde, geht es für uns Abiturienten trotzdem weiter. Wir haben seit einer Woche wieder Wechselunterricht und natürlich ist es nicht optimal, aber besser als nichts. Es soll ja kein Corona-Abi geben. Der Zeitpunkt der Prüfungen wurde für uns um vier Wochen nach hinten verschoben.

Parallel plane ich gerade, wie es nach dem Abitur für mich weiter geht. Zunächst will ich für ein paar Wochen nach Mecklenburg – Vorpommern, um dort auf einem landwirtschaftlichen Betrieb zu arbeiten und noch mehr Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln. Danach wollte ich eigentlich studieren. Aber aufgrund der aktuellen Situation habe ich mich jetzt dazu entschieden, noch ein Jahr dranzuhängen und die 13. Klasse zu absolvieren, um meine fachgebundenen Hochschulreife zu machen. Denn, aufgrund der Corona-Lage, zieht es mich nicht wirklich, ein Studium anzufangen. Eine weiterer Vorteil wäre eine größere Auswahl an Universitäten für das Studium.

 

Bezüglich meines Studienortes habe ich lange hin – und her überlegt, bleibe ich in Triesdorf oder gehe ich doch weiter weg und schaue mir etwas Neues an? Was passiert mit den Freundschaften, die ich in Triesdorf geschlossen habe? Wie oft komme ich noch nach Hause, wenn ich weiter weggehe?

 

All diese Zukunftsfragen sind mir in den letzten Monaten durch den Kopf gegangen. Ich habe viel mit meinen Eltern darüber geredet und natürlich auch mit meinen Freunden. Letztendlich liegt die Entscheidung bei mir.

 

Und ich habe mich jetzt entschieden: für den Studiengang Agrarwissenschaften, aber nicht in Triesdorf, sondern in Kiel! Warum? Weil ich einfach nach Triesdorf nochmal etwas anderes sehen will. Natürlich können sich meine Pläne auch noch ändern, aber momentan sieht es so aus.

 

Habt ihr auch solche Frage, die euch beschäftigen? Wenn ja, freue ich mich über einen Kommentar. :)

 

Bis bald und bleibt gesund!

Maja

#Blog 64

Schule statt Stall - Schreibtisch statt Schlepper und was sonst noch so los ist!

 

In letzter Zeit war einiges los. Mein letztes Schuljahr hat angefangen und somit auch die Zeit, die ich nun komplett in der Schule verbringe und nur noch am Wochenende auf dem Hof helfen kann. Also wird die Arbeitshose leider gegen normale Klamotten ausgetauscht.

 

 

In der 12. Klasse steht das Abi an. Meine Abi – Fächer sind Mathe, Biologie, Deutsch und Englisch. Da ist Schulstress vorprogrammiert und ich verbringe die meiste Zeit am Schreibtisch.

 

Damit aber die Landwirtschaft in der 12. Klasse nicht zu kurz kommt, haben wir zwei Mal in der Woche „Technologie“. In diesem Fach beschäftigen wir uns mit allen Themen der Landwirtschaft, von der tierischen Produktion, also Fütterung, Haltung bis zur Außenwirtschaft. Trotzdem fehlt es mir, im Praktikum zu sein und in der Landwirtschaft zu arbeiten.

 

Durch Corona ist auch bei uns in der Schule einiges anders: Maskenpflicht, regelmäßiges Lüften und Abstand halten. Dennoch bin ich froh, dass wir momentan noch Präsenzunterricht in der Schule haben und nicht Home Schooling. Man muss eben das Beste draus machen.

 

 

Weil ich im Moment nur in der Schule sitze, ist es eine tolle Abwechslung, dass ich am Wochenende am Hof helfe kann. Einfach draußen sein und wieder was körperliches Arbeiten und nicht nur mit dem Kopf. So kurz vor dem Winter steht auf dem Pferdehof, wo ich gerade arbeite, einiges an: Koppeln abbauen, Winterkoppel fertig machen usw. Da ich im Moment nicht so viel Zeit habe, bin ich leider nicht mehr auf dem Milchviehbetrieb.

 

Nebenbei mache ich mir auch Gedanken, wie es nach dem Abi weitergeht. Mein Plan ist zu studieren, der Studiengang steht auch schon fest, aber ich weiß noch nicht wo. Aber dazu in einem nächsten Blog mehr.

 

Wenn ich mit dem Abi fertig bin, steht auf jeden Fall im nächsten Sommer der Jagdscheinkurs in der Lüneburger Heide an.

Bis bald,

bis dahin bleibt gesund!

 

Maja

#Blog 58

Drei Tipps zum Ausbildungsstart

Für viele hat vor kurzer Zeit ein neuer Lebensabschnitt begonnen: die Ausbildung. Da ist einiges neu und du bist nervös? Das ist verständlich und geht vielen so. Ich möchte euch heute ein paar Tipps zum Beginn der Ausbildung geben, um euch den Start vielleicht etwas zu erleichtern.

 

Als Azubi in der Landwirtschaft kommt man (zumindest in den westdeutschen Bundesländern) oft in einen Ausbildungsbetrieb mit Familienanschluss und ist das erste Mal weg von Zuhause. Da ist doch klar, dass man am Anfang noch unsicher ist und nicht genau weiß, wie man mit so einer neuen Situation umgehen soll.

 

 

  1. Tipp: Nicht „besserwisserisch“ gegenüber eurem Ausbilder sein! Auch wenn ihr zum Beispiel selbst einen Hof daheim habt und schon vieles wisst und könnt. Ihr seid ja auf dem Ausbildungsbetrieb, um zu lernen, wie man es auch anders machen kann. Lasst euch Abläufe und Maschinen ruhig noch mal erklären. Es kommt auch nicht so gut an, wenn man vorlaut ist und alles besser weiß. Außerdem lernt ihr so, wie man Arbeitsabläufe vielleicht auch anderes machen kann.

     
  2. Tipp: Wenn ihr Aufgaben bekommt und nicht wisst, wie ihr diese jetzt ausführen sollt, dann fragt auf jeden Fall noch mal nach und lasst es euch erklären. Das ist besser, als loszurennen, und die Aufgaben auf „gut Glück“ zu erledigen, das kann auch schiefgehen. Macht euch keine Gedanken, dass euer Ausbilder denkt, dass ihr es nicht könnt oder schwer von Begriff seid. Fragen zeigt, dass ihr es richtig machen wollt und euch mit euren Aufgaben auseinandersetzt.

     
  3. Tipp: Heimweh ist nichts Schlimmes! Viele Azubis in der Landwirtschaft ziehen für ihre Ausbildung woanders hin und sind das erste Mal weg von Zuhause und der Familie& Freunde. Da kann es schon mal sein, dass sich Heimweh einschleicht, weil man sich ohne Familie und Freunde alleine fühlt. Wenn ihr wirklich Probleme mit Heimweh habt, dann sprecht am besten darüber. Bestimmt gibt es auf eurem Familienbetrieb jemanden, dem ihr euch anvertrauen könnt. Wenn man drüber redet, geht es einem meist danach schon viel besser.

Das gilt übrigens auch für alle anderen Probleme! Wenn euch irgendwas nicht passt oder nicht funktioniert, dann redet mit eurem Ausbilder darüber. Das ist besser, als Probleme in sich reinzufressen. Oft sind es auch nur Missverständnisse, die sich so aus dem Weg räumen lassen.

 

Das sind 3 Tipps von mir für euch, die euch den Start in die Ausbildung vielleicht ein bisschen leichter macht. Ansonsten wünsche ich euch viel Spaß bei eurer Ausbildung in einem unserer tollen grünen Berufe!

 

Bis bald

Maja

#Blog 56

Und schon ist das erste Jahr FOS vorbei…

Wie schnell die Zeit doch vergeht! Die 11. Klasse ist vorbei und bei mir stehen jetzt die Sommerferien an. Natürlich verlief das Jahr etwas anders als geplant, da ich das zweite Halbjahr zu Hause mit Homeschooling verbracht habe. Damit die Landwirtschaft nicht zu kurz kommt, habe ich einen Betrieb in meiner Nähe gesucht und gefunden, wo ich jetzt nebenbei arbeite und auch richtig viel lernen kann. Dazu mehr in meinem nächsten Blog!

Wie lief mein erstes Jahr FOS und wie geht es jetzt weiter?

Naja, im ersten Halbjahr lief ja noch alles wie normal. Wir hatten im 2-Wochen-Wechsel Schule und Praktikum. Meine Unterrichtsfächer waren Mathematik, Deutsch, Englisch, Biologie, Chemie, Physik, Geschichte und FpAn/FpV.

 

FpAn/FpV steht für Fachpraktische Anleitung/Fachpraktische Vertiefung und ist mein „Praktikumsfach“. Dort wird in der 11. Klasse vor allem das Thema „Boden“ behandelt. Außerdem muss man pro Halbjahr einen Erfahrungsbericht über ein landwirtschaftliches Thema schreiben und an zwei Projekttage teilnehmen, bei denen man in Gruppen eine Präsentation ausarbeitet und der Klasse vorstellt. Dies wird natürlich auch benotet und in das Abiturzeugnis der 12. Klasse eingetragen.

Neben der schulischen Ausbildung haben wir in der Fachoberschule in der 11. Klassen neben dem Praktikum auch noch Kurse. In den Kursen werden verschiedene landwirtschaftliche, handwerkliche und landtechnische Bereiche behandelt. Insgesamt gibt es 5 verschiedene Kurse. Im Tierhaltungskurs, der zwei Wochen dauert, geht es um die Nutztierarten in der Landwirtschaft. Im Schweißkurs lernt man schweißen und muss dort auch Prüfungsstücke schweißen.

 

Dann gibt es noch den Schlepperkurs. Dort wird der Schlepper quasi einmal auseinandergenommen und man schaut sich die verschiedenen Teile an. Ein weiterer Kurs ist der Gerätekurs. Dort werden die Geräte der Außenwirtschaft besprochen und man darf sie auf dem Acker ausprobieren. Der fünfte Kurs ist der Holzkurs. Dort baut man verschiedene Sachen aus Holz. Leider kann ich dazu nicht so viel sagen, da ich diesen Kurs wegen des Coronavirus nicht hatte.

Der Vorteil ist, dass man die Kurse auch für verschiedene Studiengänge an der FH in Triesdorf braucht und wenn man sie in der FOS schon belegt hat, muss man die nicht mehr im Studium machen. Spart Zeit und Geld, denn ein Kurs kostet im Durchschnitt 200 bis 400 Euro.

 

Falls ihr noch weitere Fragen zur FOS/BOS Triesdorf habt, könnt ihr mir auch gerne eine Nachricht schicken (Instagram: maja.rttgr).

 

Wie es im September jetzt weitergeht, weiß eigentlich keiner so genau. Ich hoffe natürlich, dass es dann wieder normal läuft.

 

Bis dahin genießt die Sommerferien, bis bald

Maja

#Blog 53

Wer unterstützt eigentlich den Landwirt?

Da ich wegen Corona immer noch nicht in die Schule kann, zu Hause bin und meinen Tagesplan mit Lernen mir relativ flexibel einteilen kann, bin ich mit meinem Papa zu seiner Arbeit gefahren. Er arbeitet auch im landwirtschaftlichen Bereich, und zwar in einer Erzeugergemeinschaft. Dort ist er einer von zwei Geschäftsführern. Wie ist er dort hingekommen?

Mein Papa hat auch die Fachoberschule in Triesdorf besucht und dann an der Hochschule Weihenstephan – Triesdorf Vieh- und Fleischwirtschaft studiert. Heute heißt der Studiengang Lebensmittelmanagement. Danach hat er 20 Jahre bei einem großen Schlachthof in Deutschland gearbeitet. Und jetzt ist er bei einer Erzeugergemeinschaft in Hohenlohe-Franken.

 

Aber was macht eigentlich eine Erzeugergemeinschaft und was ist das überhaupt?

 

Eine Erzeugergemeinschaft kurz EG ist ein Zusammenschluss landwirtschaftlicher Betriebe. Sie unterstützen die Landwirte im Bereich Vermarktung und Produktionstechnik. Vor allem früher, als es noch viele kleine landwirtschaftliche Betriebe gab, waren Erzeugergemeinschaften eine große Hilfe.

 

Was genau macht die UEG – Hohenlohe – Franken?

 

Die UEG vermarktet Schweine, Ferkel, Rinder und Schafe. Dabei arbeiten sie eng mit den Landwirten, aber auch mit Schlachtunternehmen und dem Lebensmitteleinzelhandel zusammen. In einer Erzeugergemeinschaft gibt es viele verschiedene Aufgaben und Tätigkeitsfelder.

In jeder EG gibt es einen Vorstand, der aus verschiedenen Landwirten besteht. Dann gibt es die Geschäftsführung und außerdem Mitarbeiter, die sich um die Vermarktung kümmern. In der UEG Hohenlohe-Franken werden Ferkeln, Mastschweine und Sauen vermarktet. Zusätzlich werden auch verschiedene Projekte wie das EIP – Projekt Ebermast, betreut. Eigentlich ist Eberfleisch ungewünscht, da es meistens einen Eigengeruch hat. Die UEG arbeite in einem wissenschaftlichen Rahmen an der Erforschung und Erprobung spezieller Mastprogramme für Jungeber, um den Ebergeruch zu neutralisieren.

Die Mitarbeiter in der Vermarktung fahren auch raus auf die Betriebe, schauen sie den Bestand an und arbeiten eng mit den Landwirten zusammen. In der UEG Hohenlohe-Franken arbeiten einige Mitarbeiter, die auch in Triesdorf eine Ausbildung, die Fachschule besucht haben oder dort studiert haben. Die Arbeit in einer Erzeugergemeinschaft ist also auch ein Tätigkeitsfeld, wenn man eine landwirtschaftliche Aus- und Fortbildung gemacht hat, aber keinen elterlichen Betrieb zu Hause hat.

Ich fand meinen Besuch in der Erzeugergemeinschaft sehr interessant und habe verschiedene Einblicke in die Vermarktung der Schweine und das EIP – Projekt Ebermast bekommen.

Wenn ihr noch mehr über Erzeugergemeinschaften wissen wollt, könnt ihr mir gerne über meinen Instagram Account schreiben @maja.rttgr .

 

Bis dahin bleibt gesund,

 

Eure Maja

#Blog 49

Und jetzt?

Corona hat den Alltag von jedem von uns verändert. Auch bei mir ist das so, meine Schule hat zu und deshalb findet für mich momentan leider auch kein Praktikum mehr statt….

 

Das ist schade und natürlich hoffe ich, dass es bald wieder normal weitergeht. Denn ich vermisse meinen Betrieb in Triesdorf und die Arbeit. Zurzeit bin ich Zuhause und ich zumindest noch keinen Lagerkoller;-).

Am Wochenende arbeite ich am Hof und erledige das, was gerade so ansteht. Aber auch hier gibt es Einschränkungen wegen Corona. Es dürfen z.B. nicht so viele Personen gleichzeitig am Hof sein und auch hier gelten die Abstandsregeln.

 

Den Lernstoff, den wir gerade eigentlich in der Schule machen würden, bekommen wir über eine Plattform und müssen die Aufgaben selbstständig erledigen. Manchmal ist das ein bisschen nervig.

 

Wenn ich am Vormittag alles erledigt habe, gehe ich zurzeit viel mit meinem Papa und unserer kleinen Münsterländerhündin in den Wald. Mein Papa ist Jäger und da ich auch meinen Jagdschein machen möchte, nutzen wir die Zeit und er zeigt mir Sachen. Außerdem hat man im Wald das Gefühl, dass sich nichts verändert hat. Es fühlt sich an wie immer, man kann einfach abschalten und das ist ein gutes Gefühl.

Hoffen wir mal, dass bald wieder einigermaßen normal läuft und ich euch wieder mit Beiträge über mein Praktikum versorgen kann.

 

Bis dahin bleibt gesund!

#Blog 47

Der ganz normale Wahnsinn

Das erste halbe Jahr ist schon vorbei und auch in der letzten Zeit ist viel passiert. Wir hatten die ersten Schwerpunktspezifischen Kurse und auch in der Schule war viel los.

 

Eine Woche vor Weihnachten hatten wir den ersten Teil des Tierhaltungskurses, in der ersten Woche lag der Schwerpunkt auf dem Thema Rind. Die Kurse finden alle im Landwirtschaftlichen Bildungszentrum Triesdorf statt. Von Fütterung über Besamung bis zur Kälberaufzucht war alles dabei.

Jeden Morgen und Abend waren wir im Stall und haben bei den Typischen Aufgaben geholfen. Jeder war zweimal im Melkstand eingeteilt, einmal beim Roboter und bei den Kälbern. Für mich war die Stallarbeit im Stall der LLA schon Routine.

Auch während den Unterrichtszeiten hatten wir verschiedene Praktische Unterrichtseinheiten im Stall, wie z.B. Futterbeurteilung, Tierbeurteilung oder Tiergesundheit. Darüber hinaus haben wir uns außerdem mit der Milch, dem Stallbau, Rationsberechnung, Besamung und Kälberaufzucht beschäftigt.

Im zweiten Block unseres Tierhaltungskurses durften wir uns dann mit ein paar anderen Nutztierarten beschäftigen, wie dem Schaf, der Biene, dem Geflügel und natürlich auch mit dem Schwein. Wir haben uns Geflügelstall und den Schafstall in Form einer Führung genauer angeschaut und im Schweinestall durfte jeder von uns zweimal in dieser Woche selbst mit anpacken.

Außerdem haben wir uns auch ein wenig mit der Lebensmittelproduktion beschäftigt und uns dafür ein Film der Nutztierschlachtung angeschaut, im Zuge dessen haben wir uns auch mit den Aktuellen Preisen beschäftigt. Am Ende der zwei Wochen musste sich jeder noch einem Test unterziehen und hat ein Zertifikat bekommen.

 

Danach ging es erstmal wieder in die Schule, in dieser Zeit hieß es ran an den Schreibtisch und lernen, denn das Ende unserer Probezeit stand bevor und deshalb musste sich jeder nochmal reinhängen. Die Probezeit hat jeder 11. Klässler an der FOS Triesdorf, sie geht bis zum Halbjahreszeugnis, um diese zu bestehen braucht man mindestens 4 Punkte in jedem Fach. Aber das Lernen hat sich gelohnt. Denn jeder hat die Probezeit geschafft.

Und schon ging es in den Schweißkurs, dort haben wir uns mit dem Elektroden- und Schutzgasschweißen beschäftigt. Morgens hatten wir immer 1 1\2 Stunden Theorie und danach ging es in die Schweißkabine und jeder musste jeden Tag ein Prüfstück was er an dem Tag geschweißt hat abgegeben. Am Freitag hat uns auch wie bei jedem Kurs eine Prüfung erwartet.

 

Die Noten gehen in unsere FpV (Fachpraktische Vertiefung) Note eingeht, FpV ist das Fach in dem wir das Praktische noch mehr Vertiefen. Hier behandeln wir Sachen wie Bodenbearbeitbarkeit. Es musste auch jeder von uns einen Erfahrungsbericht schreiben. Die Note, die wir dort bekommen geht am ende der 12. Klasse in unsere Abinote ein.