Krassgrün - Julius Becker

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Julius Becker

Julius Becker

Wer bist du?

Gude, ich bin Julius Becker‚ 16 Jahre alt und komme aus Mainz–Ebersheim. Ab August beginne ich meine Ausbildung als Winzer.

 

Was interessiert dich an deiner Ausbildung?

Ich möchte Winzer werden, da ich die Herstellung von Wein absolut spektakulär finde - vom Weinberg, über Keller bis hin zur Vermarktung. Auch im Weinstand oder auf Weinmessen gefällt es mir, den eigenen Wein auszuschenken und das Ergebnis in den Augen des Kunden zu sehen.

 

Was machst du, wenn es nicht um Wein geht?

Außer der Landwirtschaft und dem Weinbau gibt es in meinem Leben noch das Treffen mit Freunden, das Fliegen der Drohne und die Jagd .

 

Welches Ziel hast du für später in deinem Leben?

Später möchte ich mal im väterlichen Betrieb einsteigen und mit meinen 2 Brüdern das Weingut zu übernehmen. Wir sind #3verrücktejungs :).

#Blog 74

Bewässerung im Weinbau

Heute nehme ich euch mit ins Jungfeld! Die jungen Reben brauchen dringend Wasser.

 

Anfangs ist es wichtig, dass wir die Pflanzen mit ausreichend Wasser versorgen, denn die Reben brauchen guten Bodenschluss und Wasser zur Ausbildung kräftiger Wurzeln. Nur wenn die Verwurzelung optimal ist, kann die Weinrebe genügend Nährstoffe aus dem Erdreich aufnehmen und bestmöglich gedeihen.

 

Im Spätjahr sind die Wurzeln schon so lang , dass sie sich mit Wasser selbst versorgen können.

Wir gießen mit 2 Pflanzenschutz-Geräten mit jeweils einem Tank Volumen von 1300 (gelbe Spritze )Liter und 1100(rote Spritze ) Liter.

 

Gerade in den letzten Jahren war das extrem wichtig.

 

In diesem Jahr haben uns einige Niederschläge ganz gut mit dem wichtigen Nass versorgt. Allerdings fällt der Wachstum durch den kühlen Mai deutlich hinter den letzten Jahren zurück. Ich halte euch auf dem Laufenden, wie sich die Bestände weiterhin entwickeln.

#Blog 70

Bodenbearbeitung im Weinberg

Im Frühjahr ist viel los bei uns im Weinberg. Neben dem Rebenschnitt kümmern wir uns um die Bodenbearbeitung. Damit wollen wir die verdichteter Bodenschichten aufbrechen und für eine bessere Wasserführung (Drainage) sorgen.

Durch die Trockenheit der letzten Jahre sind wir zunehmend gezwungen, von unserer bevorzugten Ganzflächenbegrünung abzusehen. Deshalb haben wir vor 2 Wochen (22. April) die erste Bodenbearbeitung in diesem Jahr abgeschlossen, dem Fräsen.

Mit einem sogenannten Vorgrubber mit 4 tiefen Zinken und einer angebauten Fräse haben wir die Flächen bearbeiten. Hier kommt es auch auf die Geschwindigkeit an, je nachdem, wie hart der Boden ist. Ich bin mit etwa 7km/h gefahren, da wir den Boden mit der Fräse nicht so fein machen wollen, damit dieser durch das grobe Fräsen besser Wasser aufnehmen und speichern kann.

Das folgt dem Prinzip des Schwamms, der Boden nimmt das Wasser auf, speichert es und gibt es danach langsam ab. Das Brechen und Lockern des Bodens führt auch zu mehr Gasaustausch und unterstützt so die Bodenbakterien, die wir für die Humusbildung benötigen. Das nutzen wir auch zur Einarbeitung von organischem Material und zum Neuaufbau bzw. zur Steigerung der Biodiversität.

Hier könnt ihr das Fräsen noch mal als Video sehen.